Sababa und Welcome to Jordan!

Nach etwas längerer Zeit melde ich mich auch mal wieder zu Wort!
Aus dem Norden Israels (Golan) sind wir mit diversen Bussen und Zügen in den Süden gefahren. Die restliche Zeit in Odem war noch richtig cool: Wir waren raften, mit zwei Freundinnen spazieren und auf dem Bunker chillen und durften eine Nacht kostenlos bleiben weil wir im Garten geholfen haben. Die Abreise von dort hat uns fast den ganzen Tag gekostet. Dafür waren wir dann aber ganz nah an Masada und dem Toten Meer (Stadt Arad). Masada ist eine alte Festung auf einem Berg mit überragender 360° Sicht auf Wasser und die judäische Wüste! Nachdem wir dann einen Bus nach En Gedi genommen haben, falsch ausgestiegen sind und definitiv keine Lust  hatten für einen Strand zu bezahlen, sind wir nach En Bokek getrampt (ertses Auto hält sofort an!) um dort noch kurz zu baden. Totes Meer also abgehakt das reicht auch wieder für die nächsten Jahre.
Manchmal mutieren wir auf unserer Reise zu wirklichen Frühaufstehern und haben so in Arad den einzigen Direktbus nach Jerusalem (07:00 Uhr) genommen. Dort angekommen war ich beim arabischen Friseur, habe dafür weniger bezahlt als alle  Araber um danach bei Jasper auf dem Ölberg den Seminarkurs zu treffen.
Dann ging es wieder zurück in den Süden (ja es war ein Umweg) nach Mitzpe Ramon in die Wüste Negev. Diese „Stadt“ liegt direkt an einem großen Krater. Dort sind wir gewandert und rumgehangen.
Danach ging es nach Eilat ans Rote Meer. Diese Fahrt war etwas umständlicher, weil noch an die 150 km vor uns lagen und alle Busse bis auf den letzten Platz besetzt waren. Die Armee startete ein großes Manöver irgendwo im Negev und so war in Mitzpe Ramon (letzte Stadt vor dem  Nichts) alles voll mit Soldaten und Panzern. Schlussendlich sind wir dann mit einem jungen Israeli getrampt. In Eilat lagen wir wie echte Touris am Strand rum und waren Schnorcheln.
Eilat sollte unsere letze Station in Israel sein!
Wir sind mittlerweile nämlich in Jordanien angekommen. Der Grenzübertritt verlief ohne Probleme. Ganz witzig war es, die unterschiedlichen Einstellungen der Grenzbeamten zu sehen: In Israel alle etwas angespannt und verklemmt (Danke für den israelischen Ausreisestempel… Muss wohl erstmal ein neuer Pass her um in andere arabische Länder außer Jordanien und Ägypten zu reisen) während uns in Jordanien alle freundlich begrüßt haben und bei der Gepäckkontrolle gesungen wurde. Wirklich in Jordanien waren wir angekommen, als unser Taxi zum Hotel (viel zu viel bezahlt) wegen Kamelen bremsen musste! 😀
Aqaba ist quasi das Eilat auf  jordanischer Seite nur 150 mal besser. Weniger Touristen und freundlichere Menschen. Während wir in Eilat für das Schnorcheln Eintritt bezahlen mussten, war in Jordanien alles kostenlos und viel viel beeindruckender. Einfach alles voll mit Korallen und Fischen (ich habe Nemo gefunden). Am Strand wurden wir dann von zwei arabischen Männern zum Essen eingeladen. Es gab frisch gegrillten Thunfisch, Hähnchen, Gemüse und Brot. Obwohl die beiden kaum Englisch gesprochen haben, entwickelte sich eine extrem lustige Konversation! Der eine hatte nämlich 2 Frauen und 7 Kinder wobei er erstmal 2 bei seiner Aufzählung vergaß 😀 Natürlich wurden wir dann auch noch von den Beiden zurück ins Hotel (!) gefahren. Wie wir uns im Hotel gefühlt haben, wissen wahrscheinlich sonst nur Könige. Wir hatten ein eigenes Bad! Absoluter Luxus!!
Von Aqaba aus sind wir mit dem Taxi (Busse fahren hier nur sporadisch besonders Freitags) nach Wadi Rum gefahren. Das ist eine absolut beeindruckende Wüstenlandschaft, in der  Lawrence von Arabien gedreht wurde. Wir wohnen in einem Bedouinencamp im Zelt, haben schon eine Jeeptour gemacht und genießen die Ruhe und abgefahrene Natur. Heute waren wir mit zwei anderen Jungs aus Texas und Singapur wandern.
Gerade liege ich entspannt im Zelt und tippe diesen Beitrag, den ich morgen hochladen werde, wenn wir in Wadi Musa angekommen sind. Dort haben wir zwei Nächte gebucht um einen kompletten Tag in Petra sein zu können.
Insgesamt kann ich noch sagen, das mir das Reisen unglaublich Spaß macht! Wir lernen so viele Menschen kennen und es passieren so viele Dinge, die wir wahrscheinlich ewig nicht vergessen werden.
Außerdem sei noch gesagt, das wir uns bis jetzt noch nie unsicher gefühlt haben und auch nie in Gefahr waren. Wenn man Länder bereist, ist es ganz anders als das, was Medien und die Reiseinformationen des Auswärtigen Amtes berichten. Wie heißt es so schön: Mit guten Nachrichten lässt sich kein Geld verdienen.
Vielleicht finde ich ja bald wieder Zeit öfter zu bloggen…

Bis dahin euch eine schöne Zeit und bis Bald!

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2 Gedanken zu “Sababa und Welcome to Jordan!

  1. Hallo Jannik, es macht unheimlich viel Spaß Deine Berichte zu lesen👍.
    Und endlich sind die Haare kurz😂, dann weißt Du ja Bescheid 👏.
    Viel Spaß Euch weiterhin beim reisen.
    Lg. Carmen

    Gefällt 1 Person

  2. Da kann ich mich nur anschließen, habe mich gefreut endlich wieder was von dir zu lesen!!
    Viel Spaß noch Nicole, Stefan, Max und Philipp

    PS: Was hast du denn dem Kamel für ´nen Witz erzählt?

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